Pizza selber machen

@E. Paola Crugnale

@E. Paola Crugnale

Pizza lieber selber machen -  das ist mein Entschluss nach einigen tragischen enttäuschenden Versuchen, eine leckere Pizza zu finden, die meinen Wünschen genügt.

In Italien kann man an der kleinsten Strandbude essen und es schmeckt herrlich. Da reicht es sogar, wenn die Pizza garnicht belegt ist – nur etwas Tomatensosse, bischen Olivenöl und ein leckerer Teig..hmmm.

Ich habe hier schon einige Pizzerien getestet – die Wenigsten genügten meinen Ansprüchen. Viele Pizzen habe ich zurückgehen lassen, einige landeten in fremden Mägen. Die Meisten Pizzen waren echt total enttäuschend, einige Wenige waren essbar – aber nur, wenn man extremen Hunger hatte :-)
Am Schlimmsten waren diese “nassen” Pizzen, die schon den Kartonboden der Pizzasschachtel so angefeuchtet haben, dass dieser schon fast durchbricht. Ekelhaft.
Diese Art der matschig, lätschig, wässrigen “Wasserpizza” schmeckte ganz besonders   mies. Da weiss man schon, was einen erwartet, wenn man den Deckel der Pizzaschachtel öffnet – der Teig sieht schon beim Öffnen kränklich blassgelb aus, beim Reinbeissen wird es noch schlimmer – geschmacklos, klebrig, nicht kross.
Der Belag kommt noch schlimmer daher, mit billigen Käse der sich wie eine Plastikschicht auf die Pizza legt und alles darunter erstickt. Alles in allem hängt es wie immer anden Zutaten, die da reinkommen. Wenn man nur Billigware verwendet, um Kosten zu sparen, dann schmeckt es auch einfach nur billig.
Aber ich will es hier garnicht weiter erörtern, da ich sonst nie wieder Pizza essen kann:-)

Daher hier ein leckeres Rezept meiner Mama:

600 ml Wasser
1 Kg Mehl
20 gr Salz
1 Päckchen Hefe
1,5 Telöffel Zucker
6 EL Bio-Olivenöl

Die Hefe in 300 ml lauwarmen Wasser auflösen, dann den Zucker reingeben und rühren. Währendessen das Mehl in eine Schüssel geben, ein Loch in die Mitte geben. In dieses Loch dann das Hefe-Zucker-Wassergemisch reingeben. In eine andere Schüssel das Salz in 300 ml Wasser geben, dann die 6 Löffel Olivenöl reingeben. Dann in die Schüssel mit Mehl das Olivenöl-Wasser Gemisch reingeben und mit der Hand kneten. Die Hände davor mit etwas Mehl bestäuben, damit es nicht klebt. Den Teig solange kleben, bis er ganz weich wird und nicht mehr an den Händen klebt.

Am Schluss den Teig abdecken und ca. 1 Stunde warm gehen lassen, so dass sich der Teig auf das doppelte vergößert.

Dann nach Lust und Laune belegen – bitte keine Fertigsossen verwenden oder miesen Schinken oder miese Salami zum Belegen :-) Vorher lieber beim Feinkostladen vorbeischauen und den Belag einkaufen:-)

 

 

 

 

Grillen mit Bio-Olivenöl

E. Paola Crugnale

Die Blumen spriessen, es riecht förmlich nach Frühling, das Wetter wird immer besser, die Sonne lässt sich immer öfters blicken. Neben dem Erwachen der Natur bringt die beste Zeit des Jahres auch noch eine besonders leckere Zeit mit sich -  DIE GRILLSAISON.

Meine persönlich liebste Zeit. Ich könnte jeden Tag grillen und Gegrilltes essen :)
Das hat zum Einen damit zu tun, dass ich Gegrilltem nicht widerstehen kann, zum Anderen rührt es aus meiner Kindheit. Grillen war bei uns immer angesagt, sobald das Wetter schön war, wurde das Auto beladen und zusammen mit Freunden fuhren meine Eltern zum Grillen. Für uns Kinder war das immer ganz besonders toll, auf Bäume klettern, sich im hohem Gras verstecken, Blumenketten basteln, Ball spielen, in der Sonne liegen, mit den Händen essen und solange rumtollen, bis es dunkel wurde. Das war immer ein Abenteuer mit leckerem Essen und abends todmüde ins Bett fallen.

An an diesem Wochenende tummelten sich auf den Wiesen Scharen von grillfreudigen Menschen und über allem lag ein herrlicher Duft von Holzkohle und Gegrilltem.
So konnte sich auch Crugnale Olio es sich nicht nehmen lassen, zu grillen.
Fleisch, Mais, Zucchini und Auberginen wurden in leckerem Olivenöl eingelegt und mit Knoblauch und verschiedenen Kräutern gewürzt. Und dann gegrillt…und alles aufgegessen:)

Cappellini mit Gorgonzolasoße

© Barbara Pheby - Fotolia.com

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Zutaten:
1 Zwiebel
1 EL Bio-Olivenöl
300 ml Sahne
200 g Käse Gorgonzola
150 g Speck
2 EL gehackte Walnüsse
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Dieses leckere Rezept ist relativ einfach udn schnell zubereitet.
Die Zwiebeln würfeln und in einer Pfanne in Olivenöl andünsten – bitte nicht schwarz werden lassen! Dazu den gewürfelten Speck dazugeben. Dann die Sahne unterrühren. Den Gorgonzola in kleine Würfel schneiden und in die Pfanne geben. So lange rühren bis der Käse geschmozen ist.

Am Schluss mit  Salz und Pfeffer abschmecken und die gehackten Walnüsse unterrühren.

Dazu schmecken mir am Besten die Cappellini, das sind sehr dünne Spaghetti mit höchstens 0,8 Millimeter Durchmesser. Diese Nudel bestehen auch ganz normal aus Hartweizengrieß und mit drei Minuten Kochzeit sind sie unschlagbar schnell fertiggekocht:-)

 

Italienische Fleischmarinade

Wer eventuell am Wochenende den Grill anwerfen will, braucht auch eine leckere Marinade, super gut schneckt diese italienische Olivenölmarinade.

©st-fotograf - Fotolia.com

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Zutaten:
1 Knoblauchzehe
½ rote Zwiebel
Handvoll schwarzer Oliven, ohne Stein
15 g Parmesan, geriebenein paar Blätter Basilikum
1 Handvoll Petersilie
50 ml Olivenöl
50 ml Wein, (Chianti)
½ TL Chilipulver
Salz und Pfeffer

Zubereiten:
Ganz einfach und schnell. Einfach alle Zutaten mit dem Mixer verquirlen und dann darin das Schweinelfeisch oder Hühnchenfleisch einlegen. Über Nacht drin lassen u dam nächsten Tag grillen und geniessen

Gesichtspeeling gegen trockene Haut

@E. Paola Crugnale

@E. Paola Crugnale

Anstatt eines der vielen Gesichtspeelings zu kaufen, die heutzutage in den Regalen stehen, warum nicht eine Peeling selber machen? Geht relativ schnell und man weiss wenigstens, was drin ist:-) Und die Haut fühlt sich super gut an. Dieses Peeling ist am Besten geeignet für trockene Haut, denn Sie gibt ihr Feuchtigkeit und macht superweich.

Zutaten:
3 EL Olivenöl
3 EL Zucker
E El Zitronensaft

Und so gehts:
Olivenöl, Zucker und Zitronensaft vermischen. Es entsteht eine Paste, die man dann direkt auf das gereinigte Gesicht aufträgt und 10 Minuten einwirken lässt.
Nach dieser Zeit einfach mit lauwarmem Wasser abwaschen und mit einem weichen Handtuch trockentupfen.

Knusper Olivenbrot

© Stefan Redel - Fotolia.com

© Stefan Redel - Fotolia.com

Knuspriges Olivenbrot
Wer liebt es nicht knuspriges Brot, wenn es frisch und duftend aus dem Ofen kommt? Noch dazu ein Brot mit Oliven? Hmm lecker! Damit es superfrisch ist, kann man es auch selber backen. Hier das Rezept dazu, es erfordert ein wenig Vorarbeit, aber dafür entschädigt der Geschmack:-)

Zutaten:

10 g Hefe
125 g Mehl
250 ml Wasser, warm

Für den Teig:
500 g Mehl
1 TL Salz
1 EL Bio- Olivenöl
300 ml Wasser, warm

Tag 1: Vorbereitung Sauerteigansatz:
Die Hefe warmem Wasser (150 ml) auflösen, dann 75 g Mehl hinzufügen. Hände gut waschen und los geht´s! Das ganze gut kneten und dann in einer Schüssel, bedeckt mit einem Tuch ca.12 Stunden an einem warmem Ort gehen lassen.

Tag 2: Wieder kneten angesagt
In die vorbereiteten Sauerteigansatz 50 g Mehl und 100 ml warmes Wasser zufügen, und wieder alles gut mischen. Dann alles nochmals 12 Stunden an warmem Ort gehen lassen.

Tag 3:
Den Sauerteigansatz in 300 ml warmes Wasser geben, dann nach und nach Salz, Olivenöl und Mehl dazugeben und solange schlagen bis ein geschmeidiger und weicher Teig entstanden ist.  Diesen dann zugedeckt 1 Stunde gehen lassen.

Die Arbeitsplatte mit Mehle bestreuen, damit es nicht klebet und darauf denTeig nochmals durchkneten. Hier kneten wir die Oliven mit rein – die Oliven kann man halbieren (natürlich entkernen). Dann dan fertigen Teif auf ein gefettetes Backblech legen, oder kleine Zöpfe formen, mit einem Messer Kerben in den Teig schneiden und nochmals zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Dann den Backofen vorgeheizen und alles bei 230°C ca. 25 Minuten goldbraun backen.
Fertig ist das knusprige Brot!!

Ostern feiern in Italien

Piazza Garibaldi, Marktplatz in Sulmona

Piazza Garibaldi, Marktplatz in Sulmona

Ostern in den Abruzzen
Wer über Ostern wegfahren will, sollte sich überlegen, ob er diesmal nicht nach Italien, in die wunderschönen Abruzzen fährt. Denn Ostern ist in Italien ganz speziell und wird anders gefeiert, als in Deutschland. Bei uns, hinter den Alpen sucht zum man Beispiel keine Ostereier im Freien und kennt auch keinen Osterhasen. Dieser kam ja erst später aus kommerziellen Zwecken dazu.

Dafür werden bei uns in Italien die Kinder mit besonders großen Schoko-Eier beschenkt, die mit tollen Überraschungen gefüllt sind – je größer das Osterei, desto spannender und größer der Inhalt. Als Kind hatte mir meine Omi immer solch ein Riesen-Osterei geschenkt und sogar auch mal bis nach Deutschland geschickt.

Gutes Essen, gehört wie die Luft zum Atmen dazu.
Gutes Essen gehört bei uns in Italien zu einem der (fast )wichtigsten Dinge im Leben  – und das an jedem einzelnen Tag.:-) Und natürlich an Ostern gibt es daher ganz besonders viele köstlichen Gerichte.

Menschen die auf der Piazza Garibaldi auf die Prozession warten

Freitagabend: Prozession auf der Piazza Garibaldi

Karfreitag wird bei uns traditionell nur Fisch gegessen, das beginnt dann Mittags mit Spaghetti Frutti die Mare. Den Fische haben wir wie jedes Jahr natürlich aus dem kleinen Fischladen auf dem Marktplatz gekauft. Dieser kleine Laden ist ein Familienbetrieb und an Feiertagen wie diesen steht die komplette Familie im Laden und verkauft ihren Fisch. Besonders an Feiertagen wie Weihnachten und Ostern, wo der allgemeine Fischkonsum steigt, ist der Laden voll. Riesendränge und laut ohne Ende, weil alle durcheinander reden. Aber es macht Spaß und man riecht das Meer förmlich, so frisch sind diese dort angebotenen Fische.

Abends gibt es dann nochmal leckeren Fisch. Dann gibt es zum Beispiel in Olivenöl gebratenen Lachs, Scampi und weitere leckeren Fischsorten. Dazu bereiten wir immer einen grünen Salat mit Orangen, Olivenöl und Essig zu. Zu Trinken gibt es natürlich den selbstgemachten Weißwein. Nach dem Espresso am Abend geht es in die Stadt, um die traditionelle Karfreitagsprozession zu betrachten. In der Nacht des Karfreitags sind die gesamten Straßen vom Licht der Fackeln be­leuch­tet. Dann ziehen Büßergemeinschaften in Erinnerung an die Passion Christi durch die Ort­schaf­ten.

Papas selbstgemachte Lasagne

Ostersonntag gibt es dann die selbstgemachte Lasagne – fast jede Familie macht das. Bei uns macht das mein Vater, früh morgends beginnt er den Teig zu kenten und dann in dünne Teigplättchen zu rollen. Dies wird mit einer speziellen Maschine, die man per Hand dreht gemacht. Die leckere Tomatensosse hat er natürlich schon den Abend vorher aufgesetzt, so dass diese nur noch leicht vor sich hinköcheln muss. Dann wird begonnen, die Lasagne Lage für Lage in das dafür vorgesehen Blech zu geben, damit bis zur Mittagszeit alles pronto ist:-)

Um die Mittagszeit, bevor man sich auf die leckere Lasagne stürzen kann, störmen dann alle auf den Marktplatz – auf die Pizza Garibaldi. Dort wird schon seit Tagen das Ereignis – die “Madonna che corre” (die rennende Madonna) – vorbereitet. Menschenmassen pilgern dann von überall her in unsere wunderschöne Kleinstadt Sulmona um dieses Spektakel zu sehen.

Piazza Garibaldi, Madonna che corre

Piazza Garibaldi, Madonna che corre

Bei der Prozession wird eine Geschichte über die Auferstehung Christi erzählt. Die Madonna-Statue wird aus der Kirche getragen. Die Apostel Petrus und Jo­han­nes – auch Statuen, die von den Teilnehmern getragen werden – be­rich­ten der trauernden, in ein schwarzes Gewand gehüllten Jungfrau Maria von der Au­fer­steh­ung Jesus. Maria sieht dann ihren Sohn und rennt ihm über den Marktplatz entgegen, um ihn zu umarmen. Während sie läuft, fällt ihr das schwarze Gewand und das Taschentuch herunter. Dabei wird ihr prächtiges grünes Kleid enthüllt, aus dem steigen die Frie­dens­tauben in den Himmel empor. In diesem Augenblick beginnt die Menschenmenge dann laut zu jubeln und zu applaudieren  – das muss man einfach gesehen haben, denn es ist wirklich ein sehr schönes Schauspiel. Danach trinkt man dann noch ein Aperitif mit Freunden oder der Familie in einem der zahlreichen Bars und begibt sich nach Hause zum Osterschmaus.

Nach der Lasagne gibt es natürlich noch etwas Süsses – die Colomba Pasquale. Das ist eine Art Hefekuchen (so wie an Weihnachten die Panettone) nur diesmal in Form einer Ostertaube und mit Mandeln bestückt.
Dieser traditionelle Kuchen schmeckt nicht nur köstlich sondern hat sogar eine Legende. Als der König der Langobarden Alboin Pavia erobert hatte, wollte er die Stadt und ihre Bewohner für ihren Widerstand bestrafen. Einer Frau gelang es aber, mit einem Kuchen, der die Form einer Friedenstaube hatte, das wilde Pferd des Königs  und den König selbst zu zähmen. Beeindruckt von diesem “Wunder” verschonte der König die Stadt.

 

Zucchini-Scampi Linguine

E. P. Crugnale: Bald sind sie fertiggekocht..:-)

Manchmal hat man noch ein paar Dinge im Kühlschrank aus denen man ein tolles Essen zaubern kann. So auch diese Zucchini-Scampi Sosse zu Linguine.

Zutaten:
10-12 kleine Cherrytomaten
2 Zucchini
5 EL Ölivenöl
1 Knoblauchzehe
Salz und Pfeffer
bischen Chilli
250 g Scampi
1 Dose Thunfisch (Die von Rio Mare schmecken mir am Besten)

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Grüner Salat mit Dill, Basilikum und Bio-Olivenöl

E. Paola Crugnale

Lecker und sehr gesund ist ein selbstgemachter grüner Salat in der Mittagspause. Und wenn man dann noch dazu draussen sitzen kann und einen der ersten sonnigen Frühlingstage geniessen kann, ist der Tag perfekt. Der Salat am Mittag ist nicht nur leicht sondern auch sehr gesund – gerade Weiterlesen

Wir essen zu billig und zu ungesund

© Arkadi Bojaršinov | Dreamstime.com

Letzte Woche habe ich einen sehr Interessenten Artikel in der FAZ.net gelesen mit dem Titelthema “Schluss mit der Geschmacklosigkeit!
In diesem Artikel schreibt der Autor über die Esskultur, die in Deutschland vorherrscht:
O-Ton “Wir essen zu billig und denken zu wenig über unser Essen nach. Das ist der eigentliche, der permanente Lebensmittelskandal. Ein Aufschrei am Rande der Verzweiflung.”

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