Spaghetti Frutti di Mare

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Mittags an Karfreitag gibt es bei uns traditionell Spaghetti frutti di Mare, wie das geht lest ihr hier:

Zutaten:
5 große Tomaten
500 g Spaghetti oder Linguine
2 Knoblauchzehen
ca. 500 g Meeresfrüchte
1 EL Kapern
2 EL Bio-Olivenöl
Weißwein
2 EL Petersilie, gehackt
etwas Salz und Pfeffer

Zubereitung
:
Tomaten überbrühen und die Haut abpellen, anschließend in grobe Stücke schneiden. Den Knoblauch durch die Knoblauchpresse ziehen. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Tomaten darin dünsten, bis sie weich werden und eine dickflüssige Masse entsteht. Knoblauch, Kapern und die Meeresfrüchte hinzugeben. Mit etwas Weißwein ablöschen und einige Minuten dünsten lassen. Nach Geschmack salzen und pfeffern. Inzwischen Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen. Dann in die Pfanne geben und nochmals gut durchrühren. Fertig ist das leckere Gericht!

Ostern feiern in Italien

Piazza Garibaldi, Marktplatz in Sulmona

Piazza Garibaldi, Marktplatz in Sulmona

Ostern in den Abruzzen
Wer über Ostern wegfahren will, sollte sich überlegen, ob er diesmal nicht nach Italien, in die wunderschönen Abruzzen fährt. Denn Ostern ist in Italien ganz speziell und wird anders gefeiert, als in Deutschland. Bei uns, hinter den Alpen sucht zum man Beispiel keine Ostereier im Freien und kennt auch keinen Osterhasen. Dieser kam ja erst später aus kommerziellen Zwecken dazu.

Dafür werden bei uns in Italien die Kinder mit besonders großen Schoko-Eier beschenkt, die mit tollen Überraschungen gefüllt sind – je größer das Osterei, desto spannender und größer der Inhalt. Als Kind hatte mir meine Omi immer solch ein Riesen-Osterei geschenkt und sogar auch mal bis nach Deutschland geschickt.

Gutes Essen, gehört wie die Luft zum Atmen dazu.
Gutes Essen gehört bei uns in Italien zu einem der (fast )wichtigsten Dinge im Leben  – und das an jedem einzelnen Tag.:-) Und natürlich an Ostern gibt es daher ganz besonders viele köstlichen Gerichte.

Menschen die auf der Piazza Garibaldi auf die Prozession warten

Freitagabend: Prozession auf der Piazza Garibaldi

Karfreitag wird bei uns traditionell nur Fisch gegessen, das beginnt dann Mittags mit Spaghetti Frutti die Mare. Den Fische haben wir wie jedes Jahr natürlich aus dem kleinen Fischladen auf dem Marktplatz gekauft. Dieser kleine Laden ist ein Familienbetrieb und an Feiertagen wie diesen steht die komplette Familie im Laden und verkauft ihren Fisch. Besonders an Feiertagen wie Weihnachten und Ostern, wo der allgemeine Fischkonsum steigt, ist der Laden voll. Riesendränge und laut ohne Ende, weil alle durcheinander reden. Aber es macht Spaß und man riecht das Meer förmlich, so frisch sind diese dort angebotenen Fische.

Abends gibt es dann nochmal leckeren Fisch. Dann gibt es zum Beispiel in Olivenöl gebratenen Lachs, Scampi und weitere leckeren Fischsorten. Dazu bereiten wir immer einen grünen Salat mit Orangen, Olivenöl und Essig zu. Zu Trinken gibt es natürlich den selbstgemachten Weißwein. Nach dem Espresso am Abend geht es in die Stadt, um die traditionelle Karfreitagsprozession zu betrachten. In der Nacht des Karfreitags sind die gesamten Straßen vom Licht der Fackeln be­leuch­tet. Dann ziehen Büßergemeinschaften in Erinnerung an die Passion Christi durch die Ort­schaf­ten.

Papas selbstgemachte Lasagne

Ostersonntag gibt es dann die selbstgemachte Lasagne – fast jede Familie macht das. Bei uns macht das mein Vater, früh morgends beginnt er den Teig zu kenten und dann in dünne Teigplättchen zu rollen. Dies wird mit einer speziellen Maschine, die man per Hand dreht gemacht. Die leckere Tomatensosse hat er natürlich schon den Abend vorher aufgesetzt, so dass diese nur noch leicht vor sich hinköcheln muss. Dann wird begonnen, die Lasagne Lage für Lage in das dafür vorgesehen Blech zu geben, damit bis zur Mittagszeit alles pronto ist:-)

Um die Mittagszeit, bevor man sich auf die leckere Lasagne stürzen kann, störmen dann alle auf den Marktplatz – auf die Pizza Garibaldi. Dort wird schon seit Tagen das Ereignis – die “Madonna che corre” (die rennende Madonna) – vorbereitet. Menschenmassen pilgern dann von überall her in unsere wunderschöne Kleinstadt Sulmona um dieses Spektakel zu sehen.

Piazza Garibaldi, Madonna che corre

Piazza Garibaldi, Madonna che corre

Bei der Prozession wird eine Geschichte über die Auferstehung Christi erzählt. Die Madonna-Statue wird aus der Kirche getragen. Die Apostel Petrus und Jo­han­nes – auch Statuen, die von den Teilnehmern getragen werden – be­rich­ten der trauernden, in ein schwarzes Gewand gehüllten Jungfrau Maria von der Au­fer­steh­ung Jesus. Maria sieht dann ihren Sohn und rennt ihm über den Marktplatz entgegen, um ihn zu umarmen. Während sie läuft, fällt ihr das schwarze Gewand und das Taschentuch herunter. Dabei wird ihr prächtiges grünes Kleid enthüllt, aus dem steigen die Frie­dens­tauben in den Himmel empor. In diesem Augenblick beginnt die Menschenmenge dann laut zu jubeln und zu applaudieren  – das muss man einfach gesehen haben, denn es ist wirklich ein sehr schönes Schauspiel. Danach trinkt man dann noch ein Aperitif mit Freunden oder der Familie in einem der zahlreichen Bars und begibt sich nach Hause zum Osterschmaus.

Nach der Lasagne gibt es natürlich noch etwas Süsses – die Colomba Pasquale. Das ist eine Art Hefekuchen (so wie an Weihnachten die Panettone) nur diesmal in Form einer Ostertaube und mit Mandeln bestückt.
Dieser traditionelle Kuchen schmeckt nicht nur köstlich sondern hat sogar eine Legende. Als der König der Langobarden Alboin Pavia erobert hatte, wollte er die Stadt und ihre Bewohner für ihren Widerstand bestrafen. Einer Frau gelang es aber, mit einem Kuchen, der die Form einer Friedenstaube hatte, das wilde Pferd des Königs  und den König selbst zu zähmen. Beeindruckt von diesem “Wunder” verschonte der König die Stadt.

 

Fettuccine all´Abruzzese

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Ein typisches Gericht aus den Abruzzen sind natürlich die Fettucchine all´ Abruzzese. Dieses leckere Gericht ist schnell gemacht und sehr einfach zum Nachkochen.

Zutaten für 4 Personen:
350 g Fettucchine
80 g Pancetta (Bauspeck vom Schwein)
50 g geriebenen Pecorino Käse

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Ermoli Crugnale – mein Onkel und Hersteller des leckeren Olivenöls – im Interview

Ermoli Crugnale, mein Onkel und Hersteller des leckeren Crugnale Olivenöls (welche einige von euch bereits genossen haben), im Interview mit dem TV Sender Agricoltura Oggi.

Hier seht ihr einen Bericht der im Dezember im italienischen Fernsehen lief. Die Agricoltura Oggi ist ein Sendung, bei der es um Landwirtschaft im Allgemeinen geht. In dieser Ausstrahlung ist das Thema biologischer Anbau und Bio-Produktion in den Abruzzen.

Das Fernsehteam war bei uns in Pettorano Sul Gizio vor Ort und hat meinen TV scheuen Onkel interviewt. Im Bericht werden auch die Gegend und unsere Olivenhaine gezeigt. Wir haben für euch das Gesprochene übersetzt und als Untertitel eingefügt.

Viel Spaß beim Anschauen!

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Abruzzen und Wölfe

E. Paola Crugnale

E. Paola Crugnale

Die Meisten von uns waren schon einmal in Italien aber die Wenigsten davon waren wohl in den schönen Abruzzen.
Die Abruzzen zählen zu den schönsten Regionen Italiens – unberührte Natur, schöne Strände, atemberaubende
Berglandschaften, jahrhunderte alte Kultur und Geschichte. Nicht zu vergessen ist natürlich auch die sehr leckere Küche.

Geographisch grenzen die Abruzzen an die Region Marche, Latium und Molise an. Im Osten grenzt es direkt an die Adriaküste mit einem 150 km langen Küstenstreifen an. Offiziell zählen die Abruzzen zu den Regionen Süditaliens, da sie bis ins 19. Jahrhundert dem Königreich Sizilien angehörten. Weiterlesen

Der Olivenbaum und seine Frucht

E. Paola Crugnale

Jeder der schon einmal in der Mittelmeerregion war, hat garantiert schon einen Olivenbaum gesehen. Olivebäume unterscheiden sich von normalen Bäumen dadurch, dass Sie immergrün sind – eine Olivenbaum verliert niemals alle seine Blätter, sondern die Blätter erneuern sich stetig. So prägen sie auch im Winter mit ihren grünsilbrigen Blättern die Landschaft. Olivenbäume benötigen zum Gedeihen viel Sonne, und im Herbst den Regen. Große Temperaturschwankungen gefallen ihnen nicht und zu lange Temperaturen unter 0 Grad tragen nicht gerade zum Wohlbefinden bei.

Der Baum des Lebens
Der Olivenbaum wird seit je her auch als “Baum des Lebens” bezeichnet – denn er symbolisiert Kraft und Gesundheit.
Olivenbäume sind sehr langlebig – sie werden einige 100 Jahre alt. Aber erste Früchte tragen sie erst zwischen 6-10 Jahren. Zudem können sich Olivenbäume immer wieder erneuern. Wenn man einen Ast absägt, kann man aus einem jungen Trieb wieder einen Baum ziehen. Weiterlesen

Der Dichter Ovid und seine enge Verbindung zu Sulmona

Publius Ovidius Naso war ein Dichter und Poet der am 20. März 43 v. Chr. in Sulmo – dem heutigen Sulmona – geboren wurde.
Die antike Kleinstadt in den Abruzzen ist sehr stolz auf seinen berühmten “Sohn”. Das merkt man gleich, denn zahlreiche Cafés, Bars und sogar ein Hotel und ein Einkaufszentrum sind nach dem berühmtesten Bürger Sulmonas benannt. Ihm zu Ehren steht ein Bronzedenkmal auf der Piazza XX Settembre und sein Spruch ist auf einer Steinbüste verewigt “Sulmo – Mihi patria est” – “Meine Heimat ist Sulmo.”. Dies zeigt wie sehr Ovid unter seiner Verbannung litt.
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Crugnale Olio verlost 2 Kinokarten für den neuen George Clooney Film “The American”.

Jetzt fragen Sie sich natürlich was hat der Hollywood Blockbuster mit unserem Bio-Olivenöl zu tun?

Seit letztem Jahr ist die Kleinstadt Sulmona (liegt ca. 6 km von unserem Hof entfernt) nicht mehr nur berühmt für ihren Dichter Ovid, die Confetti und ihre Olivenbäumen. 
Auch Hollywood hat die Schönheit unseres antiken und kulturreichen Städtchens in den Abruzzen entdeckt. 

So drehte im Herbst letzten Jahres der Hollywoodstar George Clooney unter der Regie von Anton Corbijn den Film “The American”. Dieser kommt am 16. September diesen Jahres in die Kinos. Clonney hat unter anderem in mehreren Städten der Region Abbruzzen gedreht. Auf der Piazza Garibaldi in Sulmona spielen einige Szenen – unter anderem die Wochenmarkt Szene.
Nicht nur die Story, sondern auch die unglaubliche Kulisse der schönen Region Abruzzens ist sehr packend.

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